Aufbrechen: Regeln für hygienisches Arbeiten
Herbstzeit ist Jagdzeit. Wenn wieder die Gesellschaftsjagden beginnen, sollte man sich auch die Regeln für den hygienischen Umgang mit Wildfleisch in Erinnerung rufen. Oft wird vergessen, dass es sich hier um ein Lebensmittel handelt. Wir Jäger wollen doch auch, dass mit dem, was wir essen im Vorfeld hygienisch umgegangen worden ist.
Hygiene- Regeln bei Verletzungen an den Händen
Wie schnell ist es passiert, ein kleiner „Ritzer“ und schon blutet es. Auch der kleinste Ritzer sollte aber aus hygienischen Gründen versorgt werden.
Die Wunde ist mit wasserundurchlässigem Material abzudecken. Damit schützt man nicht nur das Wildbret vor Verunreinigung sondern auch sich selbst vor der Übertragung von Krankheitserregern.
Hygiene- Regeln zu Kleidung und Verhalten
- Saubere Kleidung ist unbedingt erforderlich, es kommt sonst zu Verschmutzungen und bakterieller Verunreinigung! Da saubere Kleidung bei der Jagd selten gewährleistet ist, wäre eine Einwegschürze im Rucksack sinnvoll.
- Uhren, Ringe etc. sind vor Arbeitsbeginn abzulegen, eine hygienische Handreinigung ist sonst nicht möglich. Unter Ringen, Uhren etc. verbergen sich oft Keime! In der Praxis sind Einweghandschuhe sinnvoll.
- Während der Arbeit ist das Haar zu bedecken! Hierfür eignet sich auch der Hut, es soll nur vermieden werden, dass Haare auf das Fleisch gelangen.
- Rauchen sollte beim Aufbrechen aufgrund der Verunreinigung durch Asche unterbleiben.
Hygiene- Regeln bei Krankheiten
Beim Niesen oder Husten hat man sich vom Lebensmittel abzuwenden und ein Papiertaschentuch vor die Nase bzw. den Mund zu halten! Auch ein gesunder Mensch hat eine Reihe von Mikroorganismen im Nasen- und Rachenraum.
Kranke Personen dürfen nicht mit Wildkörpern/Wildbret hantieren und sich nicht in jenen Räumen aufhalten wo solches verarbeitet wird. Die Gefahr, dass Erreger auf das Wildfleisch gelangen könnten ist viel zu groß!
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