Richtiges „Blatten“ – 3 Tipps für die Blattjagd

Die Wahl des Ansitzplatzes, die Dauer des Blattens und die Zeitabstände dazwischen, sowie das Vermeiden eines abfallenden Fiepens zählen zu den drei  goldenen Grundregeln der Blattjagd. Mit Hilfe dieser Tipps sollte es Ihnen gelingen, erfolgreich zu blatten und Gefallen an der Rehbrunft zu finden.

Der richtige Platz:
Böcke können beim Blatten sehr nahe an einen heran springen.  Diese Tatsache sollte bereits beider Platzwahl berücksichtigt werden. Wichtig bei der Blattjagd ist ein Standort, der ein möglichst freies Sichtfeld bietet. Es ist während der Brunft schwer zu sagen, aus welcher Richtung sich der Bock nähern wird. Man sollte sich deshalb so einrichten, dass man relativ frei beweglich bleibt und nicht durch eigene Ausrüstung behindert wird.
Trotz all dieser Punkte muss speziell bei der Blattjagd auf die eigene Deckung geachtet werden. Da die Distanz zwischen Jäger und Wild oft sehr gering ist, werden speziell helle Hautflächen und ähnliches sehr leicht wahrgenommen. Langärmlige Hemden empfehlen sich deshalb auch in den Hundstagen. Manche Blattjagd-Profis raten sogar grüne Moskitonetze über dem Hut zu tragen. Einerseits werden so lästige Plagegeister abgehalten, andererseits unterstützt ein solches Netz die Verblendung.

Strophen und Intervalle beim Blatten:
Die Frage nach dem wann und wie oft lässt sich sehr schnell beantworten: WENIGER IST MEHR!
Es gilt als empfehlenswert, sich nach Ankunft erst einmal für mindestens eine halbe bis dreiviertel Stunde ruhig zu verhalten. Danach sollte man 3-4 mal Blatten. Bei dieser ersten Strophe kann das Blatten auch noch ein wenig gedämpft werden. Danach sollte man mindestens eine Stunde warten. Erst später sollte man es mit einer zweiten Strophe versuchen. Zwischen den einzelnen Lauten sollte man einmal tief und lang ein- und wieder ausatmen.

Eine Strophe sollte also so aussehen:
Fiep – Pause (Atmen) – Fiep – Pause (Atmen) – Fiep

Abfallendes Fiepen vermeiden:
Beim Blatten soll jeder Laut kurz und abgehackt klingen. Es sollte also ein klar abgegrenztes „PFIPP“ ertönen. Bei Blattern sollte man deshalb immer auf einen gleichmäßig-kräftigen Einsatz achten und nicht warten, bis einem „die Luft ausgeht“. Erklingt nämlich das berüchtigte „PFIAUH“, fällt der Fiep am Ende ab und imitiert den Ruf des Bussards. Und dieser fördert das Brunftverhalten bekanntlich nicht besonders.