Wildkrankheiten

Schmallenberg Virus – Situation bei Wildtieren unklar

Trotz der weiteren Ausbreitung des Schmallenberg-Virus unter Wiederkäuern sieht die EU derzeit keine Notwendigkeit für eine gemeinschaftsweite Anzeigepflicht. Das geht aus einem Lagebericht der Brüsseler Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher hervor. Nun stellt sich auch für Jäger die Frage ob und in welchem Maß unsere Wildtiere betroffen sein könnten.

Myxomatose – Kaninchenpest

Die Myxomatose oder Kaninchenpest ist eine ausschließlich bei Haus- und Wildkaninchen vorkommende Viruserkrankung. Erreger ist ein Pocken- Virus, bricht die Seuche aus, so wirkt sie meist populationsvernichtend. In den letzten Jahren traten wieder gehäuft Fälle auf.

Maul- und Klauenseuche bei Wildtieren

Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine Viruserkrankung, die vor allem Klauentiere betrifft. Es handelt sich hier um eine meldepflichtige Tierseuche. Wildtiere zählen zum sogenannten Erregerresovir. In Bulgarien wurde in der Region Burgas ein infiziertes Stück Schwarzwild erlegt, aber auch in Österreich und Deutschland macht man sich über MKS Gedanken.

Brucellose bei Feldhase und Wildschwein

Die Schweinebrucellose ist in Österreich seit 1994 anzeigepflichtig. Erreger ist Brucella suis, in Österreich bereits 1957 erstmals nachgewiesen. Da es sich um eine Zoonose handelt, ist auch für Jäger Vorsicht geboten.

Tollwut - Italien als Bedrohung für Österreich?

Die Tollwut (auch Lyssa oder Wutkrankheit genannt) wird zur Zeit in Österreich nicht als Bedrohung eingestuft und gilt als "bekämpft". Derzeit stellen Österreich und Slowenien die "EU-Außengrenze" der aktiven Tollwutbekämpfung im Süden dar, denn Italien sieht keinen Handlungsbedarf.

Aujeszky´sche Krankheit – tödliche Gefahr für ihren Jagdhund

Die Aujeszky´sche Krankheit ist derzeit eine der aktuellsten Wildkrankheiten. Die Schwarzwildbestände in Österreich sind am steigen und Schwarzwild ist auch der Hauptüberträger für jagdlich geführte Hunde. Obwohl Österreich seit 1997 offiziell frei von dieser Krankheit ist, trat sie bei Jagdhunden auf, die sich nachweislich in Österreich infiziert haben. Lesen sie hier mehr über diese gefährliche Tierseuche…

Fuchsräude

Jetzt beginnt die Zeit des Fuchspassens. Passionierte Fuchsjäger harren dabei ja ganze Nächte mit Ansitzsack und Muff gut geschützt in der eisigen Kälte aus. Die Zeit der Fuchsjagd ist aber immer auch ein Grund sich mit Krankheiten des Rotfuchses zu befassen. Wir haben die Fuchsräude gewählt, zumal sie auch auf Menschen und Haustiere übertragen werden kann.

Staphylokokkose

Die Staphylokokkose ist eine Erkrankung die häufig bei Feldhasen und Kaninchen auftritt. Der Erreger ist das Bakterium Staphlyococcus aureus, St. albus. Die Staphylokokkose ist eine Zoonose, das heißt es besteht für den Menschen Infektionsgefahr. Der Tierkörper ist genussuntauglich.

Gamsblindheit – Infektiöse Keratokonjunktivitis

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Gamsblindheit ist eine seuchenhaft auftretende Augenerkrankung. Sie kommt im gesamten Alpenraum vor. Betroffen sind davon Gamswild und Steinwild. Die Gamsblindheit kann auch zwischen Wildtieren und Haustieren (weidende Ziegen etc.) übertragen werden.

Tularämie – Gefahr für Wildtier und Jäger

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Tularämie ist auch als Hasenpest bekannt. Diese bakterielle Erkrankung kommt vor allem in Ostösterreich vor. Eine Infektion kann auch für Menschen tödlich enden. Beim Umgang mit Feldhasen oder anderen Nagetieren, bei denen Verdacht auf Tularämie besteht, ist große Vorsicht geboten.

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